Die Herstellung des
Pizka-ClassicDoppel-Horns
 
 


der rohe Korpus mit dem Ventilgehäuse. Die zylindrische Bohrung beträgt 10.8 mm (innerer Durchmesser der zylindrischen Rohre)


 also die gleiche Bohrung wie die des berühmten Wiener F Horns


Die Ventilzylinder werden aus korrosionsfestem Messing gefertigt. Sie sind mit etwa 1 Grad konisch. Die Gehäuse sind aus Neusilber. Dieser geringe Konus garantiert die Dichtheit der Ventile.


Der Daumendrücker mit besonders kurzem Hebelweg. Das Horn kann ganz einfach von F/B auf B/F umgebaut werden. Der Rohrverlauf entsprich abgesehen von kleinen Änderungen dem Geyer Modell.

Die Drückerplatten sind aus echtem Perlmutt, . Rückschrauben und Ventildeckel sind ebenso mit Perlmutt verziert. Das Horn klingt ... Hören Sie doch in eine meiner CDs hinein. Selbst auf der F-Seite gibt es keine Probleme, die "Höhe" sicher zu erreichen. Selbst Beethovens Zweite kann beim Gebrauch dieses Horns von der Liste der "gefährlichen Stellen" gestrichen werden.

 

So wird der Becher gemacht:

 

Der Becher wird aus Messingblech zugeschnitten, gefalzt und an der Naht verlötet.

Detail der Naht mit den kleinen Zähnchen. Gelötet wird mit einem Speziallot.

Der Becher wird mit einem Kunststoffhammer roh auf dem Amboß geformt.

Anschließend wird er auf 590-600 Grad erhitzt um das Metall weicher und besser formbar zu machen. Dieser Prozeß wird mehrmals wiederholt.

Der Becher wird mit einem Hartholzwerkzeug geweitet.

Robert Worischek formt die Außenseite des Bechers unter der Verwendung eines weiteren Hartholzwerkzeuges.

Der dünnere Teil des Schallstückes wird mit einem selbst gebauten Werkzeug gerundet.

Die Oberfläche wird mit einem Metallwerkzeug geglättet.

Ein letztes Polieren und gleichzeitiges Entfernen der Oxydschicht.

Der lange stählerne Schallstückdorn; eine Spezialanfertigung der Firma Böhm.

Das fertige Schallstück wird vom Dorn genommen.

Am Schluß wird der Becher abgetrennt und mit dem Spezialgewinde versehen. Ein Neusilberkranz schmückt und verstärkt den Becher. Der Kranz funktioniert auch als "Fortissimobremse" und verhindert das "Überblasen" (Klirren).


 

 


Selbst bei abschraubbarem Becher wird das Schallstück zuerst aus einem Stück hergestellt und spatter abgeschnitten. Damit werden unnötige Spannungen  im Metall verhindert, Spannungen, die man meist in jenen Bechern findet, die aus Flachmaterial auf der Scheibe gedrückt werden.

Das Schraubgewinde ist ein Trapezoidgewinde mit grobem und stumpfem Schraubgang.

Links: Robert Worischek mit einem rohen ungeformten Schallstück und einem noch geraden bereits vorpolierten Schallstück.

Entfetten vor dem Lackieren

Vor dem Lackieren

 

 

Es kann auch ein Horn mit festem Becher gebaut werden, jedoch ist dann der Preis der gleiche wie sonst; ein Formkoffer muß allerdings extra berechnet werden.

 
Der Preisunterschied ist daher zu verstehen, daß die Arbeit mit festem Schallbecher viel aufwendiger ist. 

Das letzte Aufpolieren und das Lackieren erfolgt bei der gleichen Firma, bei der auch Engelbert Schmidt seine excellenten Hörner lackieren lässt.

Leopold Mueller in Baiersdorf
nahe Erlangen in Franken
email:
Leopold.Mueller@Forchheim.baynet.de
tel.: +49 9133 47510
fax: +49 9133 475125

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