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bisher durch das IWK betreuter Diplom- und
Hausarbeiten
Die "Stopftechnik" bei Hörnern ist eine
seit mehr als 250 Jahren angewandte Spieltechnik, um den Klang und die
Intonation zu verändern. Je weiter die rechte Hand in den
Schalltrichter eingeführt wird, desto tiefer wird der Ton. Ab einem
bestimmten Punkt, wenn die Hand ca. 95% der Schalltrichteröffnung
verschließt, springt die Intonation plötzlich um einen Halbton hinauf.
Unter den Akustikern tobt aber noch immer der Streit, ob der Ton nun
höher oder tiefer wird. In dieser Arbeit wird das offene und gestopfte
Horn durch Eingangsimpedanz und Übertragungsfunktionsmessungen
akustisch untersucht. Zudem werden die Druckknoten und Bäuche im
Instrument mit der Simulationssoftware „Optimierer“ dargestellt. Mit
diesen umfassenden Untersuchungen zum gestopften Horn werden die
akustischen Vorgänge geklärt.
Muting techniques have been used for
about 250 years to modify a horn’s sound and intonation. The more the
right hand is being fed into the bell the more the pitch drops. At a
certain point, however, when the hand closes approximately 95 percent
of the bell opening, the pitch produced is one semitone sharper than it
would be for the open instrument. Acousticians still heavily discuss
whether the pitch in fact gets higher or lower. In this thesis the open
and stopped horn is acoustically analysed by means of input impedance
and transfer function measurements. In addition, nodes and antinodes of
the instrument are depicted by the simulation software “Optimiser”. By
comprehensive studies acoustic processes shall be revealed with regard
to the stopped horn.
Unter dem Phänomen der dead
spots an E-Bässen versteht man, dass manche Töne wesentlich rascher
abklingen als die meisten anderen. Nach Stand der gegenwärtigen
Literatur werden dead spots ausschließlich auf das Resonanzverhalten
des Instrumentenhalses zurückgeführt. In dieser Arbeit werden
Zusammenhänge von Halsresonanzen sowie von Korpusresonanzen mit
Ausklingzeiten, mittels verschiedener Messmethoden, an sechs E-Bass
Modellen untersucht und aufgezeigt.
Die Untersuchung gliedert sich in drei Bereiche: Die Ermittlung der Instrumentenhalsresonanz-Eigenschaften, die Ausklingzeitmessung sowie die optische Anlyse des Schwingungsverhaltens des gesamten Instruments. Während die Halsadmittanz mittels Impulshammermethode bestimmt wurde, erfolgte die Anregung für die Ausklingzeit- und Pegelmessungen mit einem eigens konstruierten Anzupfmechanismus. Die optische Schwingungsanalyse wurde mittels Interferometrie (ESPI) durchgeführt. Subjektive Eindrücke der MusikerInnen werden durch die Analyse der Messergebnisse objektiv beschrieben sowie auch bestätigt. Um den Leser/die Leserin in die Thematik des E-Basses einzuführen wird zu Beginn der Arbeit auf die historische Entwicklung der E-Bässe eingegangen. Der darauf folgende Teil geht auf verschiedene Konstruktionsweisen, Materialien und einzelne Komponenten eines E-Basses ein und hilft damit auch, später in der Arbeit benötigte Begriffe zu erläutern. The phenomenon of dead spots of
E-Bass Guitars occurs, if some of the played notes will decay much
faster than the most others. Previous analyses assumed that the
neck-resonances are the only responsible part of the instrument.
This thesis investigates the coherences between the neck- as well as the body-resonances in conjunction with the tone decay times of six different instrument models. The analysis is structured in three examination areas: the measurement of the neck-resonances by using the impact-method, decay time and amplitude measurement by exciting the string by a special excitation device and an optical vibration analysis with an interferrometrie method (ESPI). Subjective impressions of musicians are compared and approved with the measurement results. To provide background information about e-basses, an overview of the history of E-Bass development is provided at the very beginning of the thesis. To simplify the reading of the thesis, the following chapter describes different construction methods, used materials and detail information about some of the used hardware.
Instrumente üben seit jeher eine
magische Anziehungskraft auf Menschen aus. Berufsmusiker wie auch
Amateure haben das Bedürfnis, ihr „perfektes Instrument“ zu finden. Im
Mittelpunkt steht dabei meist der Klang. Ebenso wie bei den Erwachsenen
wirkt der Klang auch auf Kinder und gehört zum wichtigsten Kriterium
bei der Auswahl eines Instruments. Bei der Wahl eines
Streichinstruments für Kinder spielt die Größe des Instruments eine
besondere Rolle. Die Instrumente müssen dabei den anatomischen
Möglichkeiten der Kinder entsprechen. Die Ansprüche an den Klang werden
dabei oft vernachlässigt. Dies hat mich dazu angeregt, Violoncelli
unterschiedlicher Größen auf ihren Klang hin zu untersuchen.
Meine Arbeit gliedert sich in zwei Themenschwerpunkte. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Entwicklung des Violoncellos und gibt Einblicke in die Veränderungen der Größen im Laufe der Zeit. Auch sind frühe Traditionen im Umgang mit kleinen Streichinstrumenten angeführt. Historische kleine Streichinstrumente sind mit Beschreibungen und Bildern dokumentiert. Weiters beinhaltet dieser Teil meiner Arbeit eine Auflistung der berühmtesten Cellisten aus den letzten zweieinhalb Jahrhunderten, wobei ihre ersten Kontakte mit dem Violoncello beschrieben werden. Der zweite Teil ist den heutigen Streichinstrumenten und den akustischen Untersuchungen gewidmet. Neben den allgemeinen Angaben zu den Größen werden die genauen Daten der Violoncelli der Versuchsreihe angegeben. Mit einer kurzen Erklärung der Klangerzeugung und der Eigenheiten eines Streichinstruments werden die durchgeführten Versuche erläutert. Anhand von grafischen Darstellungen und ausgewählten Hörbeispielen, die auf einer CD beiliegen, sind die Untersuchungsergebnisse dokumentiert. Musical instruments have always had a
magical appeal on people. Professional musicians as well as amateurs
wish to find their „perfect instrument“. Doing so they mostly focus on
its sound. The sound also has an effect on children and thus it is the
most important criterion when choosing an instrument. In the choice of
a string instrument for children, however, its size plays a major role.
The instruments need to correspond with the children´s anatomy. The
quality of the sound is very often disregarded. This prompted me to
examine violoncellos of various sizes according to their sound.
My paper is divided into two main parts. The first part deals with the development of the violoncello and provides insights into the changes of its sizes over the course of time. Furthermore, I give an outline of early traditions connected with small string instruments. Historical small string instruments are illustrated by means of descriptions and pictures. This part of my paper also contains a list of the most famous cellists of the last 250 years, including their first contact with the violoncello. The second part is dedicated to modern string instruments and to acoustic analyses. Apart from general information regarding the sizes the reader will also find the exact data of the violoncellos of the experimental series. The analyses made are explicated with a short description of sound creation and the features of a string instrument in general. Graphic representations and selected acoustic examples on the enclosed CD document my research findings.
Der „Ansatz“ gilt als
Sammelbegriff für Ausdauer, Tonumfang und Treffsicherheit eines
Trompeters. Die vorliegende Dissertation soll den Ansatz durch den
Druck im Mundraum und den Durchfluss durch das Instrument beim
Trompetenspiel beschreiben. Dabei konnte durch Messungen an 35
Probanden verschiedener Ausbildungsstufen (Anfänger bis Profimusiker)
ein quantitativer Zusammenhang zwischen den gemessenen Parametern in
Abhängigkeit der Tonhöhe und Lautstärke hergestellt werden. Die
deutlichen Unterschiede der Messergebnisse zwischen Trompetern
einzelner Ausbildungsstufen zeigen, dass der Aufwand für Druck und
Durchfluss beim Trompetenspiel ein wichtiges Kriterium für Intonation
und Klangqualität ist. Durch die Angabe der „effizienten“
Messergebnisse von Profis und Studenten ist es möglich, Anfängern und
Amateuren eine Hilfestellung für die Verbesserung ihres Ansatzes zu
geben. Weiters wurden die körperliche Anstrengung beim Trompetenspiel,
vor allem in hohen Tonlagen, auf medizinische Aspekte hin untersucht.
Neben der anatomischen Beschreibung der für das Trompetenspiel
maßgebenden Teile des Körpers wurden Messungen des erzielbaren
Maximaldrucks der Probanden und sonografische Untersuchungen des
Körpers unter Druck durchgeführt. Die Messungen des Drucks im Mundraum
lieferten dabei unerwartet hohe Werte, die weit über den in der
Literatur angegebenen Werten liegen. Sonografische Untersuchungen des
Blutkreislaufes zeigten eine drastische Abnahme der Blutzirkulation in
Folge der hohen Druckbelastung und damit eine Unterversorgung des
Blutes mit Sauerstoff. Die Arbeit soll mit ihren physikalischen und
medizinischen Messergebnissen das Bewusstsein stärken, dass ein
untrennbarer Zusammenhang zwischen der Qualität des Ansatzes und der
Leistungsfähigkeit des Körpers besteht.
"Embouchure" is a collective term
referring to endurance, gamut and marksmanship of a trumpeter. The
dissertation in hand aims at describing the embouchure by the
compression in the oral cavity and the flow through the instrument at
trumpet playing. Through measurements at 35 subjects taken from
different levels of training (beginners to professionals) a
quantitative interrelationship between the measured parameters
depending on tone pitch and sound level could be made possible. The
significant differences in test reading between trumpeters from
individual training levels have shown that the effort for compression
and flow at the playing is an important criterion for intonation and
sound quality. The indication of the "efficient" test reading of
students and professional trumpeters allows support for beginners and
amateurs to improve their embouchure. Furthermore, physical effort
relating to medical aspects at trumpet playing has been investigated,
particularly in high pitches. Apart from anatomical descriptions of the
relevant parts of the body, readings with regard to the subjects`
maximum pressure and sonographical investigations of the body under
pressure have been carried out. Actually, readings of the compression
in the oral cavity have supplied unexpected high values, widely
exceeding the given values in literature. Sonographical investigations
of the circulation have resulted in a dramatic decline concerning blood
circulation and therefore an undersupply of oxygen due to intense
compression load. The physical and medical test reading in this paper
serve to raise awareness for an inseparable interrelation between the
quality of the embouchure and the efficiency of the body.
In dieser Arbeit werden die
Dynamikeigenschaften von wiener
Oboen verschiedener hersteller untersucht. Die These, dass die
erzielbare Dynamik grösstenteils von den Instrumenteneigenschaften
abhängt wurde widerlegt. Obwohl immer ein und dasselbe Rohrblatt
verwendet wurde, haben die Spieler auf den Testinstrumenten völlig
unterschiedliche Dynamikwerte erzielt, sodass keinerlei Tendenz
ableitbar ist. Die errechneten Korrelationskoeffizienten zeigen, dass
auf den Oboen von Radovanovic und Yamaha sehr ähnlich gespielt
wurde.
In dieser Forschungsarbeit wurde
der Einfluss des
Einschwingvorganges, der Tonlage und der Dynamik auf die Erkennung von
Instrumentenklängen untersucht. Dazu wurden Töne von 12
Orchesterinstrumenten (4 Holzblas-, 4 Blechblas- und 4
Streichinstrumente) im reflexionsarmen Raum aufgenommen. In einem
Hörtest mussten die rund 100 Testpersonen (36 Hobby- und 64
Profimusiker, zu gleichen Teilen Männer und Frauen) erkennen, von
welchem Musikinstrument der jeweilige Ton gespielt wurde. Der Test
bestand aus insgesamt 71 Tönen, von jedem Instrument ein Ton in
der tiefen, mittleren und hohen Lage, sowie in unterschiedlicher
Dynamik und -ganz wesentlich- mit dem Einschwingvorgang aber auch ohne
Einschwingvorgang. Resultate: 1. der Einschwingvorgang verbessert die
Instrumentenerkennung, ist aber nicht das ausschließliche
Kriterium, wie allgemein in der Literatur behauptet. 2. In der hohen
Lage werden fast alle Instrumente nur schwer erkannt. 3. Verwechslungen
treten häufig innerhalb einer Instrumentenfamilie auf, aber auch
zwischen vollkommen unterschiedlichen Instrumenten (z.B. Horn -
Violine). Die Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über
bisherige Untersuchungsergebnisse und klangliche Eigenschaften der
Orchesterinstrumente.
This master thesis investigates the influence of the starting transients (first milli seconds of the played note), the register and the played dynamic on the identification of musical instruments. For this purpose notes played on 12 instruments of the orchestra (4 wood winds, 4 brass wind instruments and 4 strings) were recorded in the unachoic chamber of the University. In a hearing test 100 persons (64 professional musicians and 36 amateurs) had to identify the instrument sounds. The test contained 71 samples, of each instrument a sample sound played in the low, middle and high register, various dynamic level and –important- with and without the starting transients. Results: 1. the starting transients are helpful for identifying the instrument but not absolutely essential. 2. It is very difficult to identify sounds played in the high register of an instrument correctly. 3. Mix-up appears mostly between instruments of one and the same instrument family, but also between completely different musical instruments (e.g. horn – violin). The paper gives a comprehensive overview on research results up to now and the properties of the sound of the instruments of an orchestra.
Die vorliegende Arbeit umfasst
die Darstellung verschiedener
Arten des Pizzicatos auf der Violine und seine zahlreichen
Klangfarbemöglichkeiten. Die Aufnahme von unterschiedlichsten
Pizzicato-Tönen und die akustische Klanganalyse ergaben nicht nur
eine umfassende Dokumentation der Pizzicato-Arten auf der Violine,
sondern zeigten deutlich, dass sogar die kleinsten technischen
Unterschiede bei der Ausführung eine hörbare Auswirkung auf
seine Klangfarbe haben.
Eine unter GeigerInnen und Bratschistinnen durchgeführte Umfrage gibt einen wertvollen Überblick über die technischen Angewohnheiten und Ansichten der MusikerInnen beim Pizzicato-Spiel und verdeutlicht das Hauptproblem bei seiner Ausführung – nämlich die schwer zu erreichende rhythmische und dynamische Genauigkeit. Äußerst interessant war die Meinung der meisten MusikerInnen, dass das Vibrato die Dauer des Pizzicato-Tones verlängert. Die Ergebnisse der Klanganalyse zeigten jedoch genau das Gegenteil – der sich beim Vibrato ändernde Fingerdruck am Griffbrett bedämpft die Schwingung der Saite zusätzlich, was einen etwas kürzeren Ton zur Folge hat. Die ausführliche Beschäftigung mit den technischen Parametern des Pizzicato-Spiels gibt den MusikerInnen eine Reihe von wertvollen Hinweisen für die Spielpraxis.
This
master thesis gives a comprehensive overview on the violin pizzicato.
27 different kinds of pizzicato are described in detail, sound examples
and analysis of the starting transients, the decay and the sound level
are presented. An opinion poll with 50 musicians (42 of them string
players) points out myths and reality. A description of playing
technique completes the work.
In dieser Arbeit wird erstmals der Ansatz beim Querflöte spielen hinsichtlich der spieltechnischen Parameter vermessen und ausgewertet: Die Abdeckung, die Lippenöffnung, der Abstand von der Lippe zur Kante, der Anblaswinkel und der Mundinnendruck. Aus diesen Messgrößen werden im nächsten Schritt der Fluss, die Strahlgeschwindigkeit und die dimensionslosen Kennzahlen Reynoldszahl und Strouhalzahl errechnet. Dazu werden während des Spiels Bildaufnahmen von vorne sowie der linken Seite (Profil) gemacht. Zeitgleich wird der Mundinnendruck gemessen und der Klang aufgezeichnet. Anschließen werden die Fotos durch Bildanalyse vermessen und die Abdeckung, die Lippenöffnung, der Abstand von Lippe zu Kante und der Anblaswinkel ermittelt. Aus dem gemessenen Mundinnendruck wird die Strahlgeschwindigkeit errechnet. Die Auswertung der Tonaufnahmen liefert eine Teiltonanalyse sowie eine Mittlung des Schalldruckpegels über eine halbe Sekunde. Die Auswertung der Ergebnisse zeigt schließlich, dass es trotz großer optischer Unterschiede im Ansatz viele Ähnlichkeiten im Ansatzverhalten gibt, Werte einzelner Ansatzparameter durch Werte anderer aufgehoben bzw. ausgeglichen werden können und sich bei einem Großteil der Messergebnisse gemeinsame Tendenzen abzeichnen. This thesis measures and evaluates exactly for the first time parameters of the flute embouchure: The coverage of the mouth-hole, the lip aperture, the distance between the lisp and the sharp edge, the blowing angle and the air pressure inside the mouth. These parameters are used to calculate the flow, the jet velocity and the dimensionless Reynolds and Strouhal numbers. This is done by taking pictures from the front and from the left (profile) side during playing. Simultaneously the air pressure inside the mouth is measured and the sound is recorded. In a next step, the pictures are measured by picture analysis software tools to calculate the mouth-hole coverage, the lip aperture, the distance between the lips and the sharp edge and the blowing angle. The jet velocity is calculated using the mouth pressure data. The evaluation of the sound files results in analysis of the partials and the measured main values of the sound pressure level. The results of the thesis show, that although large differences in the optical appearance of various embouchures there are a lot of similarities in embouchure dependent parameters and that extreme values of one playing parameter can be compensated by values of an other parameter. Jeder Musiker, egal ob Amateur oder Profi, verlässt sich beim Musizieren auf sein Gehör. Es stellt sich nun aber die Frage, ob das Gehör das einzige nutzbare Kontrollsystem ist. Inwiefern bieten sich andere sensorische Systeme für diesen Kontrollprozess an? Diese vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dieser Fragestellung und untersucht die Möglichkeiten, die Haptik im Allgemeinen und vibrotaktile Wahrnehmung im Besonderen dem Musiker bieten. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen haben folgende Erkenntnisse gebracht: Es
hat sich gezeigt, dass vor allem beim Erlernen eines
Musikinstruments haptisches Feedback eine große Rolle spielt. Der
Posaunisten-Versuch zeigte darüber hinaus, dass haptische
Feedback-Kontrolle schon lange von Musikern unbewusst verwendet wird,
es wäre also interessant, diese Fähigkeiten bewusst zu
trainieren. Schallbecherschwingungen bei Trompeten (SA 2006) Nach einer kurzen Einführung in die Akustik der Trompete werden alle auf diesem Gebiet bisher durchgeführten Forschungsmethoden und -arbeiten besprochen. Zentraler Teil der Arbeit ist die Messung der Schwingungen des Schallstücks und des Schallbechers von zwei Naturtrompeten der Schweizer Instrumentenbaufirma Rainer Egger mit Hilfe der Laserinterfereometrie. Die
Bilder
zeigen die Resonanzen der Schallbecher und welche Teile bei
welchen Frequenzen wie stark schwingen. Kleine Filme zeigen den Verlauf
der Schwingungsmoden wenn der gesamte Frequenzbereich durchlaufen wird.
Darüber hinaus werden die Schwingungsänderungen in
Abhängigkeit von der Anregungsstärke dokumentiert. Nach einführenden Kapiteln zur Akustik und
Spieltechnik der
Klarinette werden in dieser Arbeit für 45 Töne vom e0
bis zum c4 alle Haupt- und Nebengriffe, bzw. Hilfsgriffe
einer Böhmklarinette angegeben und analysiert. Mittlerweile
ist nachgewiesen, dass selbst Experten die
Qualität einer musikalischen Interpretation je nach optischer
Erscheinungsweise der Interpreten unterschiedlich beurteilen, obwohl es
sich immer um dasselbe Playback handelt. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war der
Vergleich der verschiedenen
Ventiltypen bei Baßposaunen, die zurzeit in Wien verwendet
werden. Die Auswertung des Fragebogens hat folgende Ergebnisse
geliefert: 19 von den 23 befragten Baßposaunisten spielen auf
einer Posaune aus Übersee, wobei auf Edwards und Conn jeweils 31
%, auf Yamaha 13 % und auf Bach 9 % entfallen, die übrigen Modelle
werden jeweils zu 4 % verwendet. Vorwiegend wird bei den Ventilen das
„in-line“ System verwendet und die Stimmbögen sind „open wrap“
gebaut. Das Drehzylinderventil und das Thayerventil haben 23 Personen,
das Hagmannventil 19, das Perinetventil 4 und 3 Musiker haben das
Balanceventil ausprobiert. Das erst vor kurzem entwickelte
Mundstück „Douglas Yeo“ von Yamaha wird in Wien am meisten
verwendet. Die Modelle „59“ und „60“ von Schilke werden am
zweithäufigsten verwendet. Die Modelle von Franz Windhager sind
mit 9 %igem Anteil im Vorderfeld. Die Klanganalysen haben ergeben, dass
der Musiker und seine Spielweise, bzw. seine Klangvorstellung den
größten Einfluss auf den Klang hat. Wie viel die Ventile
verändern oder nicht, ist für den Zuhörer (meistens)
nicht zu erkennen. Die Tonaufnahmen von Raphael Trautwein und dem Autor
sind so „objektiv“ wie möglich eingespielt worden. Die
beigefügten Aufnahmen (CD, bzw. im Internet) sollen
jedem ermöglichen sich selber ein Urteil zu bilden Der Verfasser
ist der Meinung, dass die Art des Ventils für den Spieler von
großer Bedeutung ist, jedoch der Zuhörer (auch
Profibassposaunisten) meist nicht zwischen „alternativ“ gespielt, oder
Ventilton unterscheiden kann. Die vorliegende Diplomarbeit wurde im Auftrag vom Institut für Wiener Klangstil an der Universität für Musik und darstellende Kunst verfasst. Ziel war es herauszufinden, ob die Radiologie für den Instrumentenbau herangezogen werden kann. Die Arbeit befasst sich mit folgenden Fragestellungen: Ist es mit Hilfe digitaler radiologischer Verfahren möglich, Aufnahmen von Musikinstrumenten anzufertigen? Entsprechen diese Aufnahmen dem realitätsgetreuen Maßstab? Ist es möglich, die für den Instrumentenbau relevante Auflösung zu erreichen? Sind die Aufnahmen qualitativ hochwertig, um sie dafür heranzuziehen Referenzwerte zu ermitteln? Im Zuge der Diplomarbeit werden Teile von Trompeten mittels Festkörperdetektor aufgenommen und die entstanden Bilder anschließend im Bildbearbeitungsprogramm „Osiris“ vermessen. Um zu eruieren, ob eine radiologische Vermessung von Musikinstrumenten möglich ist, werden zuerst Testmessungen anhand von Referenzstücken durchgeführt. Aus den Aufnahmen der Referenzstücke erhält man die Werte für die Anfertigung der Röntgenaufnahmen der Musikinstrumente. Die Vermessungen der Aufnahmen mittels „Osiris“ sind durchwegs auf wenige Pixel genau. Aufgrund des Messaufbaus entspricht dies einer Auflösung von 0,1 bis 0,2 mm. Die Brauchbarkeit für den Instrumentenbau hängt von der jeweiligen Mensur (Maßverhältnis bei Musikinstrumenten) ab. Innen- und Außendurchmesser die größer als 10 mm sind (was auf Trompeten, Posaunen oder Tuben zutrifft), können daher relativ exakt auf 97,3 % Genauigkeit dokumentiert werden. Somit kann bestätigt werden, dass es mit Hilfe des Festkörperdetektors möglich ist, Röntgenbilder von Musikinstrumenten in der für den Instrumentenbau benötigten Auflösung anzufertigen. Diese Methode ist also dafür geeignet Referenzwerte zu ermitteln und damit kann die Radiologie in Zukunft als Hilfe für den Instrumentenbau eingesetzt werden. Die zu Beginn der Arbeit aufgestellte Hypothese - Es ist möglich, Röntgenaufnahmen von Musikinstrumenten anzufertigen. Mit Hilfe von Bildbearbeitungsprogrammen kann man diese Aufnahmen anschließend ausmessen und Referenzwerte ermitteln. - kann nun, nach Beendigung der Arbeit, belegt werden. This thesis has been
commissioned by the “Institut für Wiener Klangstil” at the
University for Music, Vienna. The aim of this dissertation was to find
out, if radiology can be used to design and produce musical
instruments. The thesis deals with the following questions: Is it
possible to make pictures of instruments with the help of digital
radiological procedure? Do these pictures have the right scale? Is it
possible to reach the resolution, that is required for muscal
instrument production? Is the quality of the pictures as high as
necessary to determine reference data? In the course of this thesis
pieces of trompets will be X-rayed with a Flat-Panel-Detector (FD). The
produced pictures will then be measured with the help of the picture
editing software “Osiris”. To find out whether radiological measurement
of musical instruments is possible, trial measurements of reference
objects (for example a brasspipe you know the dimensions of) will be
done at the beginning. From these trial measurements the parameters for
the X-rays will be determined. The measurements with “Osiris” are
accurate to a few pixels, which, according to the measurement setup,
corresponds to 0,1 to 0,2 mm. It depends on the diameter of the musical
instrument if that is useable for instrument production. Diameters
bigger than 10 mm (which applies to trumpets, trombones and tubas) can
be documented with a precision of 97,3 %. So it can be confirmed that
it’s possible to make X-rays of musicsal instruments with the help of
the FD in the required scale. This method is useable to determine
reference data and so radiology can be used for instrument production
in the future. The hypothesis – It’s possible to make X-rays of musical
instruments. With the help of picture editing software the produced
pictures can be measured and reference data can be determined. – can be
confirmed. Diese wissenschaftliche Hausarbeit beschäftigt
sich mit den
Möglichkeiten, die schwingenden Lippen bei HornistInnen sichtbar
zu machen. Einleitend wird auf physische und physiologische Grundlagen
des Hornspiels eingegangen und frühere Arbeiten über das
Thema Lippenschwingung behandelt. Documentation of the Lip Vibration of Viennese F-Horn players After a
discussion of
the physical and physiological fundamentals of horn playing the lip
vibrations of 10 professional Viennese F-Horn players are presented.
The recording was made during playing by a video camera. Two tones in
the low register, two in the middle and two tones of the high register
were played in piano, mezzoforte and fortissimo. Using stroboscope
technique the motion of the lips can be seen as slow motion pictures.
An enclosed DVD contains the entire material in mpg format. Die Arbeit beschreibt zunächst die historische Entwicklung, also die Tradition von Lehrern und Instrumenten der Wiener Trompeter. Die Vorbildfunktion markanter Persönlichkeiten wie Dengler und Wechselwirkungen mit Musizierstilen anderer Regionen wie z.B. Dresden wird dokumentiert. Die zentrale Fragestellung der Studie, inwieweit der Klangstil der Trompeter hörbar bzw. erkennbar ist, wurde in einem klingenden Fragebogen getestet. Ein Hörtest mit 63 Klangbeispielen wurde konzipiert und mit Trompetern und Nicht-Trompetern durchgeführt. Die Auswertung zeigt die Wichtigkeit der Hörerfahrung und dass die Unterscheidungsmerkmale vor allem im stilistischen Bereich zu finden sind. Klangliche Merkmale sind als Unterscheidungsindiz in den meisten Fällen eher ungeeignet. Das Abschneiden im Hörtest, also die Erkennungsrate von Wiener Aufnahmen lag bei den Trompetern die in Wiener Orchester engagiert sind deutlich am höchsten, gefolgt von Trompetern die in Wien studierten. Andere Trompeter und Nicht-Trompeter schnitten deutlich schlechter ab. Beim Hörtest-Paarvergleich war außerdem auffallend, dass es offensichtlich leichter ist auszuschließen, dass ein Beispiel von einem Wiener gespielt wurde, als festzustellen, dass ein Wiener am Werk war. Es gibt offenbar zwingende Indizien (Stoss, Vibrato,...) anhand derer festgestellt werden kann, dass kein Wiener zu hören ist. Umgekehrt gibt es kein zwingendes Indiz, dass nur einen Wiener als ausführenden Trompeter in Frage kommen ließe. This paper
describes
the development of Viennese trumpet players and their instruments. The
importance of single teachers as Dengler and the relationship with
playing styles of other regions like Dresden is documented. Further, a
listening test has been carried out, to find out if there is an audible
typical Viennese playing style. 63 listening examples have been tested
with trumpet players and others. Best results in the test had those
trumpet players, which are already engaged in Viennese Orchestra,
followed by Viennese trumpet students. This shows the importance of
experience. It was shown, that rather stylistic criteria than the sound
quality was used to select the Vienna example. Very interesting is the
fact, that there are rather more cues of typical "non Viennese style"
than typical playing characteristics only used in Vienna. Es ist heutzutage wissenschaftlich gesichert, dass Babys im Mutterleib Musik wahrnehmen können und dass sie sich auch nach der Geburt noch teilweise daran erinnern. Was sie genau wahrnehmen und wie sie diese Informationen speichern, ist noch nicht ganz klar, aber dass Babys mehr mitbekommen und wissen als Erwachsene denken, ist sicher. Neugeborene können mehr und nehmen mehr wahr, als man glaubt und deshalb ist es besonders wichtig, dass man als Mutter oder Vater darauf achtet, welchen Reizen man sein Kind aussetzt. Musik kann dem Baby zur Entspannung dienen und auch in Form von Musiktherapie, z.B. bei Frühchen, erstaunliche Erfolge erzielen. Allerdings ist sie nicht als Allheilmittel anzusehen, sondern nur als eine zusätzliche mögliche Therapieform, die den Kindern in ihrer Entwicklung ein wenig helfen kann. Dass die während der Schwangerschaft gehörte Musik tatsächlich Einfluss auf das ungeborene Kind hat, ist mittlerweile unbestritten. Es wäre jedoch falsch zu sagen, dass klassische Musik generell gut und Techno schlecht für das Kind ist. Es kommt bei der Auswahl der Musik sehr auf den Geschmack der Mutter an – wenn sie sich bei Diskomusik sehr gut entspannt, Mozart aber nicht ausstehen kann, hat es wenig Sinn, Mozart zu hören und damit sich selbst und das Baby zu nerven. Die Empfindungen der werdenden Mutter übertragen sich nämlich unmittelbar auf das ungeborene Kind, sodass man sagen kann, dass sich das Baby bei derselben Musik entspannt wie seine Mutter. Auch von der Lautstärke her besteht normalerweise kein Problem, solange man es nicht übertreibt und jeden Abend neben dem Subwoofer in der Disko steht oder mit dem Presslufthammer arbeitet. Trotzdem ist ein wenig Vorsicht sicher nicht falsch und man sollte nach Möglichkeit versuchen, allzu laute Geräusche von einem Baby fernzuhalten um es nicht unnötig zu stressen. Es ist auf jeden Fall sehr wichtig, Babys zu fördern, mit ihnen zu singen, zu sprechen und zu tanzen, damit sich ihre musikalischen und sprachlichen Grundfähigkeiten bestmöglich entwickeln.
RÖSSLER, Nicole: Das Thema meiner Diplomarbeit lautet „Vermessung von Trompeten mittels CT“, und ist an der Akademie für den radiologisch – technischen Dienst Wiener Neustadt im Auftrag des Instituts für Wiener Klangstil entstanden. Darin setzte ich mich mit folgenden Fragestellungen auseinander: Ist eine Darstellung von Trompeten in der CT ohne Artefakte möglich ? Entspricht die Darstellung am Computertomografiebild der Realität ? Welche Bildnachbearbeitungsmöglichkeiten gibt es, die den Bildeindruck verbessern ? Können die dadurch entstandenen Bilder zur Vermessung von Trompeten herangezogen werden ? Meine Hypothese besagt, dass es möglich ist Trompeten mit dem CT aufzunehmen und diese anschließend genau zu vermessen. Zu Beginn gebe ich einen kurzen Einblick in die Grundlagen der Computertomografie, sowie der Herstellung von Trompeten. Im Anschluss wird die Fertigung eines Referenzstück aus Messing, mit genau definierten Maßen (+/- 1 Hundertstel Millimeter) beschrieben, das ich mir anfertigen ließ, um damit die Genauigkeit der Vermessung zu verifizieren. Die direkte Abmessung am CT ergab eine Ungenauigkeit im Zentimeterbereich. Die Berechnung der Maße aus dem Histogramm des CT-Schnitts ergab Abweichungen von circa 2-5 mm. Auch der Einsatz von Filtern erbrachte keine Verbesserung der Resultate. Bei der Ausmessung eines 3D-Bildes des Referenzstücks erzielte ich eine Übereinstimmung von CT-Bild und Realität auf 1mm Genauigkeit. Dies ist jedoch ebenfalls unzureichend für die Vermessung von Trompeten. Somit hat sich meine Hypothese nur insofern bestätigt, dass Trompeten mittels CT darzustellen sind, jedoch nicht genau zu vermessen. Dennoch habe ich im Anschluss 3D-Bilder einer Trompete angefertigt. Erstens sind die angefertigten Bilder sehr beeindruckend und zweitens könnte ich mir vorstellen, in einer weiterführenden Arbeit, mittels dieser Technik Materialprüfungen durchzuführen. The subject of my dissertation
is “The Measurement of Trumpets with Computer Tomography” and it has
been commissioned by the “Institute of Wiener Klangstil”. It deals with
the following questions: Is it possible to show trumpets with the CT
without any artefacts ? Does the picture on the CT correspond to the
reality ? Which possibilities to work on the pictures are there and do
they improve their quality ? Can these pictures then be used for
measuring trumpets ? My hypothesis says that it is possible to take
pictures of trumpets with the CT and to measure them exactly. At the
beginning of my dissertation I give some basic information about CT and
how trumpets are produced. Then I describe the production of a
reference item made of brass with exactly defined dimensions. With this
ordered item I am going to verify the accuracy of the measurement. The
direct measurement on the CT showed an inaccuracy of a few centimetres.
The calculation on the histogramm of the CT showed a divergence from 2
to 5 millimetres. The use of filters did not improve the results
either. When I measured a 3-D picture of the reference item, the CT
picture and reality were in agreement on 1 millimetre. However, that is
not good enough for the measurement of trumpets. So my hypothesis is
true from that point of view that it is possible to show trumpets on
the computer tomography but not to measure them exactly. Nevertheless I
took 3-D pictures of the trumpet. Firstly the pictures are very
impressive and secondly I could imagine that it would be possible to
check materials with this technique in a further dissertation. Das Ziel dieser Untersuchung war es, erstens herauszufinden, welche Art der Intonation – pythagoreische, reine oder gleichstufig temperierte – bei bestimmten elementaren musikalischen Gebilden von den meisten Musikstudenten bevorzugt wird; und zweitens, die Präferenzen bei den Spielern verschiedener Instrumentarten miteinander zu vergleichen. Zwölf kurze Musikbeispiele – Tonleiternausschnitte, Dreiklänge und isolierte Intervalle – wurden jeweils in den drei verschiedenen Intonationsweisen am Computer generiert und auf eine CD gebrannt. Die CD wurde 180 Studenten der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien vorgespielt und sie wurden gebeten, bei jedem Beispiel anzugeben, welche Version für sie am besten geklungen hatte. Bei acht der zwölf Beispiele wurde die gleichstufig temperierte Fassung am häufigsten gewählt, bei dreien die pythagoreische; die rein intonierte Fassung war nur bei dem als Akkord gespielten Dur-Dreiklang die beliebteste, in sämtlichen anderen Beispielen wurde sie am seltensten gewählt. Über diese allgemeinen Tendenzen hinaus waren aber auch markante Unterschiede in den Präferenzen der Spieler verschiedener Instrumentarten zu beobachten. The aim of this investigation
was, firstly, to
determine which kind of intonation – Pythagorean, Just, or
Even-Tempered – is preferred by most university-level music students in
specific elementary musical structures; and secondly, to compare the
preferences of the players of different types of musical
instruments. Twelve short musical examples – scale passages,
triads and isolated intervals – were generated on the computer in each
of the three kinds of intonation and burned onto a CD. The test
examples were offered to 180 students of the University of Music and
Performing Arts Vienna, and they were asked to indicate, for each
example, which version had sounded the best to them. In eight of
the twelve examples, the even-tempered version was the most frequently
chosen, in three of the examples it was the Pythagorean version.
Just intonation was the most popular only for the major triad, when
played as a solid chord; in all other examples, it was the least
frequently selected intonation. Beyond these general
tendencies, however, pronounced differences could be observed in the
preferences of the players of different types of instruments. Jeder Musikausübende ist fortwährend mit Fragen
der
Intonation und Stimmung befasst, es erscheint also wünschenswert,
zu diesen Themen fundiertes Grundlagenwissen zu vermitteln. Dies
umfasst einerseits die physikalischen und mathematischen
Verhältnisse der Obertonreihe, andererseits grundlegende
Phänomene der Psychoakustik wie Frequenzunterscheidung,
Überlagerung von Tönen, Schwebung und Rauhigkeit. Ausgehend
von diesen einfachen naturwissenschaftlichen Tatsachen lassen sich
stilabhängige musikalische Fragestellungen - Stimmsysteme,
Intonationsvarianten usw. - einordnen und bewerten. Pädagogisches
Ziel in der Vermittlung dieses Themas ist größtmögliche
Anschaulichkeit. Diese Arbeit beschreibt die akustische Optimierung eines Proberaumes, dessen ursprüngliche Funktion ein Turnsaal mit stark reflektierenden Wänden und Decken war. Dabei wurden zuerst aufbauend raumakustische physikalische Größen und allgemeine akustisch relevante Planungsgrundsätze zusammengefasst. Der erste Teil beschreibt sämtliche relevanten Parameter und raumakustischen Kenngrößen sowie verschiedene Methoden zur Simulation. Der zweite Teil enthält die praktisch durchgeführten Messungen und Maßnahmen. Im Proberaum selbst wurden vor und nach dem Umbau Messungen durchgeführt und zusätzlich verschiedene Rechenmethoden bzw. Computersimulationen angewandt, wobei auch die Phasen der Umbauarbeiten dokumentiert werden. This paper describes
the
acoustic optimisation of a rehearsal room which was originally used as
a gym with highly reflective walls and ceilings. The first part gives
an overview on the most relevant physical parameters and simulation
methods, the second part contains the practical work. In doing so
acoustic physical measurements with regard to space and general
acoustic relevant basic plannings were integrated by and by. The
rehearsal room itself was measured before and after the rebuilding took
place. In addition, various procedures for calculating and computer
simulations were used whereupon the phases of the rebuilding were
documented. In dieser Arbeit
wird weltweit erstmals (ansatzweise) der Einfluss von
Feinstimmern auf die Eigenschaften von Violinen untersucht. Bisher
wurden nur die Schwingungseigenschaften des Saitenhalters (auch da gibt
es nur eine Arbeit von Stough 1996) und sein Einfluss auf die
Eigenschaften einer Violine untersucht. Die Feinstimmer beeinflussen
die Eigenschaften einer Violine primär durch ihre Masse (Gewicht),
das zwischen 1,6 g und 5,5 g liegen kann.
Einfluss auf das gesamte Instrument:
In this master thesis I tried to investigate the influence of fine tuners on the acoustical properties of violins. This is the worldwide first attempt, concerning related literature there exists only one paper (Stough 1996) on the vibration modes of tailpieces and it's influence on the acoustical properties of violins. The influence of fine tuners on the instrument is primary caused by it's mass (weight) which usually is between 1,6 and 5,5 g and depends on the mass of the tailpiece. A high mass of the tailpiece lowers the influence of fine tuners, a low mass increases their influence on the entire instrument. Influence on the tailpiece:
Influence on the entire instrument:
Die ersten Kapitel dieser Arbeit geben einen
Überblick über
die Geschichte der Dämpfer und die verschiedenen
Dämpfertypen. Schwerpunkt der Arbeit war eine Untersuchung und
Dokumentation von heute aktuellen Spitzdämpfervarianten. Besonders
für Trompeterkollegen, Dirigenten oder Komponisten interessant
erscheint mir die klangliche Dokumentation von 13 Spitzdämpfern
mit 2 verschiedenen Trompeten. Die Aufnahmen sind auf der beiliegenden
CD-ROM für den Leser verfügbar. Kiss,
Beatrix: Die Arbeit beschreibt den Entwicklungsweg des
Fagotts vom einfachen
Rohrbündel bis zum heutigen Instrument. Immer wieder gab es
Versuchsexemplare, die sich später als Fehlkonstruktion erwiesen
haben. Jedoch gab es Erfindungen, die Eigenschaften hervorgerufen
haben, die für die Weiterentwicklung unentbehrlich waren; u.a. U –
Knickung des Rohres, aus mehreren Teilen bestehende Konstruktion,
erhöhte Klappenzahl für die Chromatik. Diese, und viele
andere Erneuerungen haben dazu beigetragen, dass heutzutage – obwohl
getrennte Wege gehend – sowohl das deutsche - , als auch das
französische Fagott auf dem gleichen Qualitätsniveau stehen.
Die beiden Systeme werden bildlich merkmalspezifisch
gegenübergestellt und verglichen. MANN; Julia: In
dieser Arbeit wurde die
Tonhöhenwahrnehmung von Vibratotönen auf der Violine
untersucht. Bei vibrierten Tönen schwankt nicht nur die
Lautstärke und Klangfarbe, sondern vor allem die Tonhöhe. In
der Regel liegt die Tonhöhenschwankung bei vibrierten
Geigentönen zwischen ±10 Cent und ± 35 Cent – auf
die Mittenfrequenz bezogen. Trotz dieser Tonhöhenschwankung nimmt
man eine eindeutige Tonhöhe wahr. Die Frage ist nur, welche: die
Mittenfrequenz, eine höhere oder eine tiefere? Als Testmaterial
wurden von drei Personen auf drei unterschiedlichen Geigen je ein c2
und ein c3-Ton eingespielt, also insgesamt sechs Töne. Beim
Hörtest wurden der Versuchsperson zu jedem vibrierten Ton
fünf nicht vibrierte Töne unterschiedlicher Tonhöhe
angeboten. Die Versuchsperson musste entscheiden, welcher unvibrierte
Ton am besten der Tonhöhe des Vibratotons entspricht. Die
angebotenen unvibrierten Töne hatten immer folgende Frequenzen: -7
Cent, -4 Cent, +4 Cent, +7 Cent (bezogen auf die Mittenfrequenz), sowie
einmal exakt die Mittenfrequenz. This
paper describes the pitch perception of vibrated violin tones.
During a vibrated tone not only its sound level and tone colour is
variing but also – and mainly – its pitch. In dieser Arbeit wurden die äußeren Abmessungen
französischer, deutscher und österreichischer
Mundstück-Blatt-Bahn Kombinationen miteinander verglichen. Zuerst
wurden durch eine Umfrage unter 20 französischen, 20 deutschen und
20 österreichischen Klarinettisten die jeweils am häufigsten
gespielten Rohrblätter und Mundstücke beziehungsweise Bahnen
ermittelt. Die mit Abstand jeweils am häufigsten gespielten
Blätter und Bahnen wurden dann vermessen. Die vorliegende Arbeit entstand aus zwei wissenschaftlichen Arbeiten, die am Institut für Wiener Klangstil (Musikalische Akustik) durchgeführt wurden. Im Jänner 2001 begann Thomas Machtinger mit der herausfordernden Aufgabe, alle spielbaren Multiphonics die auf seiner „vollautomatischen“ Wiener Oboe der Firma Yamaha (Modell YOB 805) aufzufinden. Als Grundlage hierfür wurde das zum Standardwerk avancierte Buch von Veale & Mahnkopf herangezogen. Sämtliche Klänge wurden im reflexionsarmen Raum des Instituts aufgenommen. Sehr bald stellte sich heraus, dass eine verbale Beschreibung und Klassifizierung der Klänge nicht möglich ist. Um objektive Kriterien zur Beschreibung zur erhalten, wurden Klanganalysen der Aufnahmen gemacht, die in dieser Arbeit ohne weitere Ausführungen wiedergegeben sind. Die Frequenz- und Zeitspektren erlauben akustisch vorgebildeten Musikern und Komponisten klangliche Rückschlüsse. Von besonderer Wichtigkeit zur Nachvollziehbarkeit für andere Oboisten und als Hilfestellung für Komponisten sind die Dokumentation der speziellen Tonerzeugung sowie die Einteilung nach Schwierigkeitsgraden. Während einige Klänge „jederzeit einfach abrufbar waren“, sind andere Klänge erst nach einer halben Stunde probieren erklungen. Die sich stellende, zentrale Frage ist die nach der Gültigkeit der subjektiven Erfahrungswerte. Inwieweit funktionieren die Griffe auch bei anderen Musikern mit anderen Wiener Oboen. Eine günstige Gelegenheit bot die Absicht von Prisca Schlemmer, sich mit derselben Fragestellung zu beschäftigen. Sie unterzog sich von Neuem der aufwendigen Prozedur des „Griffe-Probierens“, und auch sie hat erneut alle spielbaren Griffe aufgenommen und die Spielweise dokumentiert. Selbstverständlich kann von den beiden Einzelversuchen noch nicht generalisiert werden, jedoch ergänzten sich die beiden verwendeten Instrumentenmodelle ideal. Die zweiten Einspielungen wurden mit der „Standard“ Wiener Oboe der Firma Yamaha (Modell YOB 804). Eine Gegenüberstellung der Instrumente und der klanglichen Ergebnisse wurde von Schlemmer in dieses Buch eingearbeitet. Nachdem beide ihre Arbeiten vollendet hatten, schien es sinnvoll, die beiden Untersuchungen zu einem Buch zusammenzufügen und durch die Beigabe der Klänge auf CD ein „Nachschlagewerk“ oder „Einhörwerk“ zu den Multiphonics auf Wiener Oboen zu schaffen. Die Simulation von Flöteninstrumenten gestaltet sich im allgemeinen schwierig, denn bei dieser Instrumentengruppe erfolgt die Klangerzeugung durch die nichtlineare Wechselwirkung von Akustik und Fluiddynamik. Die Lattice-Boltzmann-Methode stellt einen relativ jungen Zugang zur Simulation der Dynamik von Fluiden dar, wobei ihre Stärken in der Einfachheit des Algorithmus und der einfachen Implementation komplexer Randbedingungen liegen. In dieser Arbeit konnte nachgewiesen werden, daß die Lattice-Boltzmann-Methode in der Lage ist, schwingungsfähige Systeme zu simulieren, in denen Akustik und Fluiddynamik miteinander wechselwirken. Die Ergebnisse der Simulationen einer kleinen Orgelpfeifegeben, zumindest qualitativ, das Verhalten realer Flöteninstrumente wieder. Simulation of 3-dimensional soundfields in flute instruments Simulation of
flutelike
instruments generally is quite demanding, because in this family of
instruments sound is produced by nonlinear interaction of acoustics and
hydrodynamics. The lattice-Boltzmann-method is a quite novel way for
simulating the dynamics of fluids. Its main power lies in the
simplicity of the algorithm and the easy implementation of complex
boundary conditions. In dieser Studie wurde dem Materialaspekt von Querflöten in mehreren Ansätzen nachgegangen. Sieben Flöten aus verschiedenen Materialien (versilbert; Silber; 9 Karat Gold; 14 Karat Gold; 24 Karat Gold; Platin; verplatiniert) wurden von sieben professionellen Musikern im reflexionsarmen Raum im IWK aufgenommen und anschließend analysiert. Das aufgenommene Programm beinhaltete ferner alle Register, Dynamik- und Klangmöglichkeiten der Querflöte. Die resultierenden Spektren zur Darstellung der Klangfarben zeigten zwar kleine Unterschiede, die jedoch beim anhören nicht zu erkennen waren. Bei der Klangfarbe konnten also keine relevante Beziehungen zum Material hergestellt werden. Die Dynamikunterschiede zwischen den Flöten fiel ebenfalls sehr gering aus, während die Unterschiede zwischen den einzelnen Spielern hingegen 12,6 dB! betragen. Ergänzt wurde die Arbeit um Hörtests und Befragungen zum Material von Flöten.In einer Doppelblindstudie versuchten 15 Flötisten die aufgenommenen Hörbeispiele den sieben Flöten zuzuordnen. Die Ergebnisse sind gleichermaßen interessant wie verblüffend: In keinem Versuch konnten die Flötisten den Hörbeispielen ein Material eindeutig zuordnen. Eine Umfrage unter Musikern ging der Frage nach, welches Material die meisten Flötisten für ihr Instrument bevorzugen und warum sie sich für dieses oder jene Material entschieden haben. 111 Personen gaben Auskunft über ihre Flöte. Abgerundet wird die Arbeit durch eine Literaturrecherche zum Material von Querflöten. Es wird auf die Behandlung der Metalle eingegangen, sowie auf die Verwendung der Metalle und deren Legierungen bei Querflöten heute und im Laufe der Entwicklung der Flöte. Silver, gold, platinum - and the sound of the flute The discussion on
the
influence of the material of wind instruments on the sound color is
unending. While acousticians speak mostly of a negligible influence,
players are convinced that the material highly influences the color of
the radiated sound. This paper reports on experiments done with 7
different flute materials and 110 testpersons, where the price of the
instruments is between ¤ 3,000.- and ¤
73,000.- (!). Double blind tests and statistical analysis showed
players‘ and listeners´stereotyped ideas on that matter and the
non-recognizability of the used material. Sound analysis pointed out
big differences in the sound level and sound color of played tones
caused by the player and just measurable but not perceivable
differences (< 0,5 dB) in sound color caused by the material. MOOSLEITNER,
Eberhard: Zum Wiener
Geigenbau des 18. und 19. Jhds. Kurze Sammlungsgeschichte
der Abteilung Musiktechnik des Technischen Museums Wien, und der
Geigenbauwerkstätten im Besonderen. Letztere umfassen im
wesentlichen Werkstattinventar der Familie Enzensperger, sowie aus der
traditionsreichen Werkstatt Alfred Colettis. Weiterer wichtiger
Sammlungsbestand ist die Sammlung von Streichinstrumentenmonturen,
zusammengestellt von Wilhelm Th. Jaura. Besondere Beachtung finden
neben den Werkzeugen die Formbretter und Schablonen aus den
Beständen. Die bedeutendsten Objekte im Bestand Coletti sind
Formbrettter und Schablonen von Franz Geissenhof. Unter Einbeziehung
der Objekte wird die Entwicklung der Streichinstrumente von der
"barocken" zur "klassischen" Übergangsform bis in die "moderne"
Bauweise nachvollzogen. Auf der Basis erhaltener Originaldokumente
werden Ergänzungen zur Biographie von Wiener Geigenbauern des 19.
Jhds. mitgeteilt. In der vorliegenden Arbeit wurde
zunächst ein Überblick
über die historischen Entwicklung der verschiedenen Methoden,
Violinen objektiv darzustellen, gegeben und die Nomenklatur der Moden
bei verschiedenen Autoren verglichen. Im Anschluß daran wurden
bei gezielte Fragestellungen vier Meßmethoden ausgewählt und
angewendet: Die Klanganalyse, basierend auf der Fouriertransformation,
die Laservibrometrie (PSV), das VIAS (Violinen Analyse System) des
Instituts für Wiener Klangstil und die Befragung der Spieler und
die Auswertung dieser Daten mit statistischen Methoden. Die
Chladnischen Klangfiguren wurden in der Abstimmung der freien Platten
verwendet, aber nicht zu den Meßmethoden gezählt. Das Ziel
der Studie war, die Einflüsse der Abstimmung der freien Platten
(Decke und Boden der Geige) und die Optimierung der Korpusmoden zu
überprüfen. Der Versuchsaufbau war folgender: Zwei Violinen
durchschnittlicher Qualität wurden mit den drei Meßmethoden
im Ausganzszustand Z1 untersucht und dann sieben Spielern zur
Beurteilung vorgelegt. Die Spieler hatten zudem bestimmte tasks
(Tonleitern, Glissandi etc.) zu spielen, die im schallarmen Raum des
IWK aufgenommen wurden. Danach wurde ein Instrument geöffnet und
die Platten nach den Vorgaben C. Hutchins (1988:66ff) abgestimmt.(siehe
Kap. 3.3) Dieses „abgestimmte“ Instrument wurde nun wieder mit dem
anderen, unverändert geblieben Violinen den Spielern zur Bewertung
übergeben und wieder Aufnahmen gemacht, sowie das Instrument mit
dem VIAS-System untersucht (Zustand Z2) Es folgte die Optimierung der
Korpusmoden nach den Vorgaben C. Hutchins und D. Voskuils (1997:723)
und eine Abstimmung des Steges nach A. Carruth (1982:244). Ein drittes
Mal wurden die Versuchspersonen gebeten, beide Instrumente zu bewerten
und Aufnahmen gemacht (Zustand Z3). In der vorliegenden Arbeit wurden 40 Kombinationen (5 Stk. Kessel, 8 Stk. Stengel, 1 Stk. Rand) von modular aufgebauten Trompetenmundstücken der Firma Karl Breslmair mechanisch und akustisch vermessen, und die Ergebnisse dargestellt. Die Trompetenmundstückkombinationen wurden mit dem am IWK entwickelten Blas-instrumenten-analyse-system (BIAS) untersucht. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf den Impedanzverlauf (meist 3 ausgebildete Frequenzmaxima) gelegt, welcher die Resonanzeigenschaft des Mundstücks wiedergibt.
GLÖSSL, Gunter: Ziel der Arbeit war es, die zeitlichen Strukturen in der Musik aufzufinden und die gemessenen Werte mit jenen in der Fachliteratur zu vergleich. Insbesondere wurde die Defnitionen von Paul Fraisse dargestellt ( spontanes Tempo, bevorzugtes Tempo, Präsenzzeit) und in den eigenen Beispielen bestätigt. Untersucht wurde sowohl Beispiel der Klassik als auch Rock und Popmusik Stücke.
GORZ Christian: Billig oder Teuer. Auf der Suche nach Meßgrößen bei der Beurteilung von Streichinstrumenten. Erste Versuchsreihen mit dem VIAS-Messsystem und Klangaufnahmen und Klanganalysen zeigen neue objektive Untersuchungsmöglichkeiten auf und bilden Ansatzpunkte für weitere Studien auf mit weltweit neuen Meßprinzip VIAS.
HOCHMAIR,
Hartwig: Nach einer kurzen
Diskussion der bekannten Hörphänomene
werden die Anwendungsgebiete der zu erstellenden Software definiert und
die Bediener-Strukturen erstellt. Im Anschluss daran erfolgt eine
ausführliche Programmbeschreibung und Anmerkungen zur technischen
Umsetzung. Den Abschluss bildet der vollständig aufgelistete
Sourcecode. Mit Diskette des kompilierten Programmes “SoundLab”.
Download unter: http://iwk.mdw.ac.at/deutsch/download/hdownload.htm Die Arbeit beschreibt die unterschiedliche Konstruktion, den unterschiedlichen Dynamikumfang und die Klangfarbe der beiden Klarinettentypen jeweils für A- und B-Klarinetten. Während bei den Dynamikumfängen eindeutige Unterschiede festgestellt werden konnten, zeigen die Klanganalysen kein eindeutiges Bild. Hörtests mit 14 Versuchspersonen (alle KlarinettistInnen) bewiesen zwar, daß die beiden Typen klar identifiziert werden können, für eine klare statistisch abgesicherte Aussage, worin nun die Unterschiede bestehen, war aber das vorhandene Material zu gering.
In dieser Arbeit finden sich ausführliche Analysen zum Klang und dem Dynamikbereich des Wiener Horns. Darüber hinaus wurde versucht, den Einfluß des Musikers und den Einfluß des Instrumentes auf den Klang und den Dynamikbereich zu bestimmen. Es zeigte sich, daß die Spanne zwischen möglichst leise und möglichst laut vom Bläser abhängt, die Absolutwerte aber vom Instrument abhängen. Desgleichen beeinflußt das Instrument die Klangfarbe indem es die Bildung von Teiltönen höherer Ordnungszahl zuläßt oder aufgrund der Wandungsdämpfung abschwächt.
BAUERSTATTER,
Robert: Die Arbeit beschreibt die akustischen und physikalischen Bedingungen, denen die Tonproduktion am Streichinstrument folgt. Neben der Zusammenstellung von Aspekten aus der Standardliteratur führt der Autor eigene Versuche durch., wie z.B. zur klanglichen Relevanz der Bogenkantung oder zur Technik des „schiefen Bogens“ beim Wechsel der Bogenkontakstelle. Mittels digitaler Klanganalyse kann gezeigt werden, daß mit der Technik des „schiefen Bogens“ die Nebengeräusche reduziert werden können.
BROWN
Andrew W.: Eine Untersuchung des höhenverstellbaren Kontrabaßsteges wurde mit Hilfe internationalen Umfragen, einen Hörtest und Klanganalyse durchgefchrt. Ein per E-mail an Mitglieder eines internationalen Kontrabassistenvereins (International Society of Bassists) geschickter Fragebogen zeigte unterschiedliche Präferenzen und Meinungen bezüglich den Steg, doch sind einige Tendenzen zu erkennen. Rückmeldungen ließen den Unterschied zwischen häufigen Gebrauch in Nordamerika (60%-80%) und geringen Gebrauch in Europa auf bestimmten Ursachen zurückführen. Computer Hörtests bestätigten einen hörbaren Klangunterschied zwischen höhenverstellbaren Stegen und einen höhenverstellbaren Steg. Alle getestete Stegvarianten wiesen eigene Klangeigenschaften vor. Schließlich, wurde eine digitale Analyse von einem normalen Steg und sechs verschiedene höhenverstellbare Stegvarianten durchgeführt. Die Analyse zeigte eine starke Wirkung des höhenverstellbaren Steges auf den Abklangeigenschaften pizzicato Töne. Mit FFT Analysen wurden die Klangeigenschaften von verschiedenen Varianten beschrieben und grafisch dargestellt.
STEINHAUSER,
Albert: Die Verwendung von Dämpfern mit der Posaune beschreibt die Arbeit in Hinblick auf mehrere Aspekte. Zum einen wurde mittels internationaler Umfragen die Häufigkeit der Verwendung einzelner Typen ermittelt. Zum anderen wurden die wichtigsten Typen (Straight, Cup, Harmon, Wah-Wah, Bucket, Plunger und Solo-Tone Mute) charakterisiert und einer akustische Studie unterzogen. Dabei werden eigens eingespielte Aufnahmen im schalltoten Raum im IWK mittels digitaler Klanganalyse untersucht und eine Posaune mit den jeweiligen Dämpfer mit BIAS ausgemessen. Dies ermöglichte eine Beschreibung der akustische Merkmale bezügliche Intonation, Ansprache, Dynamik und Impedanz. Die Analysen zeigen unter anderen den großen klanglichen Unterschied verschiedener Typen.
EMMERICH,
Bianka: Um den Einfluß von Mundstücken auf die Intonation des gesamten Instrumentes zu ermitteln wurden 3 reale Mundstücke und 14 simulierte Mundstücke benützt. Zuerst wurde das Instrument mit den realen Mundstücken mit BIAS gemessen und die Intonationsunterschiede ermittelt. Um den Einfluß systematisch untersuchen zu können, mußten die exakten Innenmaße des gesamten Instrumentes erfaßt werden. Damit wurde eine Simulation möglich. Die Variationen der simulierten Mundstücke 1-7 betrafen die Bohrung, die Variationen 8-14 die Kesselform. Der Einfluß bestimmter Änderungen des Volumens, der Form und der Bohrung auf die Intonation werden im Einzelnen dargestellt. Generell zeigt sich, daß der Einfluß des Mundstückes auf die Intonation beim Horn wesentlich geringer ausfällt als bei der Trompete. Zur Kontrolle wurden die Werte des real gemessenen Instrumentes mit denen der Simulation verglichen. Die Übereinstimmung kann mit geringen Ausnahmen (Temperatureinfluß) als gut bezeichnet werden.
GAMSJÄGER,
Bernd: Neben dem Mundstück ist das Mundrohr einer der wesentlichen Einflußmerkmale auf die Gesamtcharakteristik des Instruments. Mit Hilfe einer BIAS Meßreihe mehrerer Mundrohre mit verschiedenen Instrumenten sowie mittels einer Versuchsreihe mit mehreren Posaunisten wird versucht, Aspekte des Mundrohres bestimmte Qualitäten zuzuordnen. Die Beurteilungen der Versuchspersonen spiegelten bestimmte subjektive Präferenzen bezüglich der Tongebung wieder. Die Messungen belegen den signifikanten Einfluß des Mundrohres auf die Intonation. Eine einfache Zuordnung der Mundrohrform oder Länge auf bestimmte akustische Parameter konnte nicht gefunden werden.
RESCHENEDER,
Gabriela-Carmen: Im ersten, theoretischen Teil der Arbeit werden die gemeinsamen Anknüpfungspunkte von Sprache und Musik erläutert. Persönlichkeitstheoretische Ansätze , medizinische Erkenntnisse und Begabungstheorien werden erläutert. Im zweiten, empirischen Teil der Arbeit werden vier Hypothesen aufgestellt, untersucht und verifiziert. Sie kommt zur Aussage, "daß die Sprache Musik eine erlernbare Fähigkeit und keine hereditär veranlagte Begabung ist." (100 Seiten, 1998)
WEISSL,
Burkhard: In der Arbeit wurde das akustische Phänomen "Wolfston" am Violoncello behandelt. Das Haupt-Augenmerk lag dabei auf der Wirkungsweise und Effizienz der Hilfsmittel zur Reduzierung des störenden Effekts: Wolfsresonator und Wolfstöter. Zunächst werden die Eigenschaften des Wolfstons und wissenschaftliche Erklärungs-Modelle vorgestellt. Der stotternde und rauhe Klang des Wolfstons wurde als Resultat von Interferenzen zwischen Saiten- und Korpusschwingungen im Bereich der Hauptkorpusresonanz erklärt. Der Hauptteil der Arbeit behandelt vom Autor eigens eingespielte Klangaufnahmen und deren digitale Auswertung. Folgende Ergebnisse konnten dabei erzielt werden: Der Wolfsresonator und der Wolfstöter haben sich bei den Untersuchungen am Versuchsinstrument als durchaus wirksame Mittel zur Verbesserung der unerwünschten Wolfston-Eigenschaften erwiesen. Die Beseitigung des Wolfs, das heißt die vollständige Angleichung des Schwingungsverhaltens des Wolfstons an das von wolfsfreien Tönen, scheint auf diesem Wege jedoch nicht möglich zu sein, da einerseits die charakteristische dumpfe Klangfarbe des Wolfstons durch Resonator und Wolfstöter kaum Veränderung zu erfahren scheint.
WEINGERL,
Ingeborg: Der Klang von elf Orchesterinstrumenten wurde aufgenommen und für Hörversuche präpariert. Ein anschließender Hörtest mit 35 Musikern zeigt recht unterschiedliche Erkennungsraten je Instrument. Die mittlere Erkennungsrate aller Instrumente lag bei 64%. Deutlich besser erkannt wurden die Klarinetten (91%), deutlich schlechter die Violinen (41%). Die Auswertung der Hörtests vergleicht die Werte mit und ohne Einschwingvorgang, sowie typische Verwechslungen der Instrumente.
ANGLMAYER,
Paul: Mathematische Berechnung der Schwingungsverhältnisse im Blechblasinstrument (Verteilung der Druckbäuche und Knoten). Gerechnete Eingangsimpedanzen werden zur Optimierung der Intonation eingesetzt.
HERZIG,
Harald: Zum einen vergleicht die Arbeit die 4 Saiten im uneingespielten Stadium mit dem eingespielten Stadium und zum anderen werden die akustischen Eigenschaften der vier Saiten "Jagar", "Larson", "Pirastro" und "Prim" miteinander verglichen.
ANKER-GMACH,
Sunhild:
KLETZER,
Viktor;
KREMSER, Archibald: Systematische Erarbeitung der Analysemöglichkeiten von Blechblasinstrumenten. (15 Seiten 1995/96 SA aus Systems Engineering - TU Wien) Aufgabenstellung der Seminararbeit war ein systematisches Suchen einer Lösung zu diesem Gebiet unter Verwendung verschiedener Bewertungsverfahren. Anfangs werden die zur Messung von Musikinstrumenten herangezogenen Parameter definiert. Die unterschiedlichen Meßverfahren werden miteinander verglichen und eine optimale Meß- methode ermittelt. Diese Meßmethode (Messung der akustischen Impedanz von Instrumenten) wird danach näher beleuchtet und auf mögliche Alternativen bei der Anwendung des Meßverfahrens eingegangen. KLETZER Viktor, KREMSER Archibald "COMPUTERMEßTECHNIK" Verwendung von Interfacekarten zur Meßwerterfassung mittels Computer (85 Seiten 1995/96 SA) Der Personal Computer eignet sich mit zusätzlicher Hardware (Interfacekarten) hervorragend zur Aufnahme von Meßdaten, die im Computer gespeichert, weiterverarbeitet und ausgewertet werden können. Diese Eigenschaften werden am Beispiel des am Institut für Wiener Klangstil entwickelten BIAS - Blechblas Instrumenten Analyse Systems näher erläutert. Der Systemaufbau des Meßsystems mit den Funktionen der einzelnen Komponenten wird ausgeführt.
BARNERT,
Richard: Nach einer kurzen Einführung zur Akustik des Kontrabasses wird die Meßmethode und -anordnung für die Messung der Transferfunktion erläutert. Nach der Auswertung der Meßdaten wird der mathematisch- physikalische Hintergrund beleuchtet.
PILGERSTORFER,
Alexander: Der Autor erarbeitete eine umfassende Grifftabelle, die alle derzeit in Wien üblichen Hauptgriffe und Hilfsgriffe der Klarinette miteinschließt. Für jeden Griff wurde eine Impedanzmessung am Instrument durchgeführt. Die Betrachtung der Impedanzspitzen auf der Frequenzachse ermöglichte die Stimmung eines jeden Griffes als zu tief, richtig oder zu hoch zu klassifizieren. Außerdem wurde versucht, die Ansprache der einzelnen Griffe durch Analyse der Höhe und Form der Impedanzen zu beurteilen. Typische Notenbeispiele für jeden Griff ergänzen diese gelungene Dokumentation.
LEUTHNER,
Peter: Nach einem Abriß zur Akustik der Klarinette werden die wesentlichen Aspekte des Klarinettenrohblattes illustriert und erläutert. Dies beinhaltet auch eine detaillierte Anleitung zur Blattbearbeitung und Feinstimmung. Im zweiten Teil der Arbeit wird eine vergleichende Untersuchung von A- und B- Klarinetten beschrieben. Die Gegenüberstellung von Tönen mit gleicher Tonhöhe aber unterschiedlichen Griffen, ergab wesentliche Klangunterschiede. Im unteren Bereich klingt die A-Klarinette "heller" und hohler, die B- Klarinette dunkler und "gedeckter" Im mittleren Bereich sind die Unterschiede geringer und im hohen Bereich klingt die B-Klarinette heller und die A-Klarinette "gedeckter".
WOLF,
Michael-Clifford: Motivation für diese Arbeit war das Resultat einer Umfrage: Wiener Kontrabassisten verwenden im Gegensatz zu ausländischen Kollegen fast ausschließlich Pirastro-Saiten. Es wurden in der Folge die Klangfarbe, die dynamischen Möglichkeiten und die Ausklingzeiten von Pizzikatotönen auf allen vier Saiten mittels digitaler Klanganalyse ausgewertet. So zeigte sich z.B., daß die glatt geschliffenen Pirastro Flexocor Saiten neu aufgezogen bereits spielbereit sind, die Thomastik Spirocore Saiten jedoch ca. zwei Wochen eingespielt werden müssen. Pirastro Saiten haben einen stärkeren Grundton, jedoch weniger Obertöne und eine wesentlich kürzere Ausklingzeit als die Thomastik Saiten.
CAMPIDELL,
Stefan: Die Arbeit geht mit Hilfe von neuen technischen Meßverfahren der viel diskutierten Frage nach, welcher Ventiltyp der Bessere sei, bzw. wodurch sich die Ventile unterscheiden. Zuerst wird ein Abriß über die Akustik der Trompete gegeben, dann folgen detaillierte Beschreibungen der bautechnischen Merkmale verschiedener Ventiltypen sowie der Meßmethode. Mit Hilfe dreidimensionaler Diagramme, die auf einer Vielzahl von Impedanzmessungen beruhen, gelingt es dem Autor, deutliche Unterschiede zwischen Bindungen festzustellen. Aus der Untersuchung resultiert die Erkenntnis, daß weder das Drehventil noch das Perinetventil prinzipiell besser ist, sondern daß die Position des Ventils im Instrument für die klangliche und spieltechnische Charakteristik der Bindung entscheidend ist. Ein Experiment, bei dem beide Ventiltypen an gleicher Position eingepaßt wurden, zeigte eine völlig gleiche Charakteristik von Dreh- und Perinetventil!
DRAPAL
LIAO,
Chia Hong: Im ersten Teil der Arbeit wird ein Langzeitversuch über die Intonationsabweichungen von aufgespannten Saiten beschrieben. Vier unterschiedliche Violinen wurden mit je einem Saitensatz bespannt: Dominant (Fa. Thomastik Infeld), Oliv (Fa. Pirastro) und Corelli Crystal (Fa. Savarez). Es zeigte sich, daß die Größe des Spannungsverlustes instrumentenunabhängig ist. Die Werte der Saiten sind sehr unterschiedlich. Anschließend wurden Klanganalysen der A-Saiten von Oliv und Dominant untersucht. Beide Saiten haben einen hellen brillanten Klang, die Oliv jedoch einen etwas weicheren Charakter.
TOMSU,
Marco: Nach der Besprechung der akustischen und elektrotechnischen Grundlagen werden alle wesentlichen Ergebnisse, die die Forschung an Blechblasinstrumenten bisher hervorgebracht hat, umfassend erörtert und mit Beispielen illustriert. In hervorragender Weise wird über dieses Fachgebiet ein informativer Überblick geboten. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis rundet die Arbeit ab.
DÜRRER,
Thomas:
PÖCHERSTORFER,
Helga: Acht verschiedene Bogenhaare für Violinen wurden mit verschiedenen Techniken untersucht. (argentinische, chinesische, gebleichte, japanische, kanadische, mongolische, russische und schwarze Pferdehaare). Durch Zusammenarbeit mit dem Institut für Zoologie und der TU-Wien, konnten neben der Klanganalyse von Aufnahmen mittels Anstreichmaschine auch mechanischen Aspekten wie Querschnitt, Mark- und Oberflächenbeschaffenheit, Elastizität, Streckgrenzkraft oder Zerreißkraft der Haare verglichen werden. Die Ergebnisse dieser Messungen weisen signifikantere Unterschiede auf, als die Klangaufnahmen. So hält z.B. die kanadische Besaitung eine doppelt so hohe Belastung in Sachen Streckgrenz-kraft oder Zerreißkraft als die chinesische Haarart aus. Mit dem Rasterelektronenmikroskop hergestellt Bilder zeigen sehr anschaulich die unterschiedliche Oberflächenstruktur der einzelnen Haartypen.(PDF auf Anfrage)
TOMSU,
Marco: Nach einer grundsätzlichen Besprechung der akustischen Eingangsimpedanz folgt eine Erläuterung der BIAS-Meßmethode. Anschließend werden die einzelnen Eichmethoden im Detail vorgestellt und die damit erzielten Resultate diskutiert.
HECKL,
Peter: Nach einer Begriffsdefinition der verschiedenen Artikulationsarten und Vortragsbezeichnungen wird die Untersuchung von Einschwingvorgängen beschrieben. Nachgegangen wurde verschiedenen Staccato-Arten und den dynamischen Einsätzen fortepiano und sforzatopiano. Grundsätzlich konnte festgestellt werden, daß mit ansteigender Frequenz die Einschwingzeiten kürzer werden. Des weiteren bestimmt die Anspielart die Dauer des Tonbeginns. Durchschnittliche Werte betragen z. B. für ein Staccato secco 50ms, beim sforzatopiano 87ms oder beim fortepiano 154ms. Als methodisch brauchbar hat sich die Ermittlung des Steigungsmaßes des Einschwingvorganges erwiesen, das die Geschwindigkeit der Energiezunahme eines Klanges unabhängig von der Dynamik angibt.
RAINER,
Alexander: Drei Ventiltypen - Drehventil, Pumpenventil und Perinetventil - werden skizziert. Anschließend werden die bereits 1990 durchgeführten Impedanzanalysen - das Ventil wurde dabei mit einem Getriebemotor in mehrere Positionen gebracht - und später aufgenommenen Klanganalysen ausgewertet. Es konnten Tendenzen festgestellt werden, daß Hörner mit Pumpenventilen weiche Bindungen eher unterstützn. Bei Trompeten hingegen werden kontinuierliche Bindungen nach Ansicht des Verfassers eher von Drehventilen als von Perinetventilen gefördert.
BERTSCH,
Matthias: Im ersten Teil der Arbeit wird ein Abriß über die Akustik der Trompete gegeben, und die heute meist verwendeten Dämpfertypen vorgestellt. Im Anschluß folgt eine Impedanzanalyse und eine digitale Klanganalyse von sechs Dämpfern: Der Straight- oder Spitz-, der Cup-, Velvet-, Harmon- und Wah-Wah Dämpfer sowie der Plunger. Die Nachforschungen belegen die deutlich unterschiedlichen Charakterzüge der Typen. Bezüglich der Klangfarbenänderung bewirken manche Typen nur Nuancen, andere wie z.B. der Harmon Dämpfer einen speziellen, charakteristischen Sound. Die Arbeit zeigt welche Typen wie stark die Intonation, die Ansprache und den Dynamikumfang beeinflussen. Außerdem werden Verwen-dungsbereiche und die Auswertung einer Umfrageerhebung in die Beschreibungen eingeflochten.
WAGESREITER,
Johannes: In dieser Arbeit wird anhand eines äußerst umfangreichen Tonmaterials versucht, eventuelle Zusammenhänge zwischen der Fähigkeit "richtig zu intonieren" und dem Lebensalter, dem Ausbildungsstand und der Qualität des benützten Instrumentes ausfindig zu machen. Als Versuchspersonen waren Musikschulanfänger bis hin zu fertigen Amateurmusikern vertreten, das Lebensalter reichte von Volksschülern bis hin zu Erwachsenen. Resultate: Es besteht kein Zusammenhang zwischen Lebensalter und der Fähigkeit zu richtiger Intonation. Anfänger intonieren in der Regel sogar etwas besser als Fortgeschrittene. Das wesentlichste Kriterium ist die Qualität des Instrumentes!
CHEN,
Viktor
Ruei-Hsien: Zu Beginn der Arbeit werden die unterschiedlichen Saitentypen und zum Teil deren Herstellungsverfahren besprochen. Zentraler Punkt der Arbeit sind Testaufnahmen im schalltoten Raum des Institutes mit 2 Bratschen ( eine "38er" und eine "43er"), 3 Spielern und 2 Saitensätzen (Thomastik "Spirocore" und Pirastro "Aricore"). Die Spieler protokollierten ihre subjektiven Eindrücke bezüglich des Klanges und der Ansprache. Den Abschluß der Arbeit bildet der Versuch die objektiven Klanganalysen mit den subjektiven Urteilen zu korrelieren. Ein wesentliches Ergebnis ist das Faktum, daß die von den Saiten verursachten Klangunterschiede bei der Bratsche für den Zuhörer durch die Spieler und die unterschiedlichen Instrumente maskiert werden. WAGESREITER,
Isolde: Nach einem Überblick über sämtliche auf der Flöte gebräuchlichen Artikulationsarten und deren zum Teil unterschiedlichen Definitionen in der Literatur, folgt eine graphische Dokumentation der Artikulationsarten mit Hilfe des Soft- und Hardwaresystems S_Tools. HANKE,
Heinz: Die Arbeit zeigt in einem kurzen Überblick die unterschiedliche Bauform der beiden Instrumententypen auf, sowie ihren Einsatz in der Literatur. Mit Hilfe mehrerer Meßmethoden werden die typischen unterschiede im Klang, der Intonation und Ansprache herausgearbeitet.
BUCHNER,
Rupert: Anhand von 3 Instrumenten (Rugiero, Rudert und Guidantus), 3 Spielern und 2 unterschiedlichen G-Saiten (Thomastik Spirocore Wolfram und Chromstahl) wird umfangreiches Analysematerial gewonnen. Die Auswertung zeigt, daß die Wolfram-Saite bei allen Instrumenten eine ziemlich einheitliche Reaktion hervorruft: sie verstärkt Frequenzbereiche, die bei den Vokalformanten U, Ö bis Ü und I liegen. Besonders auffallend sind die starken tiefen und hohen Resonanzen. Nicht so einheitlich wirkt sich die Chromstahl-Saite bei verschiedenen Celli aus: diejenigen Resonanzen, die sich bei allen Celli gleichermaßen verstärkten, liegen in den Frequenzbereichen des Å- und E-Formanten. Darüberhinaus zeigte sich, daß erstens, die Art der G-Saite den Klang der übrigen Saiten beeinflußt und zweitens, der subjektive Eindruck der Spieler, daß die Chromstahlsaite "kräftiger" und "lauter" sei nicht wirklich stimmt. Mit der Wolframsaite sind eindeutig höhere Lautstärkepegel erzielt worden.
HAMBURGER,
Berthold: Anhand von drei Instrumenten, drei Spielern und drei unterschiedlichen Saitensätzen werden die Unterschiede im Einschwing- und Ausklingvorgang mit Hilfe der Sekanten- und Tangentenmethode untersucht. Um genauere Detailergebnisse zu erhalten werden die beiden transienten Vorgänge in jeweils drei einzelne Phasen zerlegt. Trotz instrumentenbedingtem "Herausfallen" einzelner Töne können generelle Unterschiede bei den beiden tiefen Saiten im Einschwing- und Ausklingverhalten nachgewiesen werden.
STRAKA,
Anton: In dieser Arbeit die wird akustische Wirkung einer geöffneten, bzw. geschlossenen C-Klappe auf die Eigenschaften des gesamten Instrumentes untersucht und anhand von Eingangsimpedanzmessungen aufgezeigt. Experimente mit einem zylindrischen Rohr und grundsätzliche Überlegungen inklusive kleinerer Hilfsprogramme, die der Autor im Zuge der Arbeit selbst geschrieben hat, runden die Arbeit ab.
RUDERT,
Gerhard: Neben einer baulichen Beschreibung werden Klangbeispiele der beiden Instrumente mehreren Versuchspersonen vorgespielt. Die Antworten statistisch ausgewertet und mit den Analysen der aufgenommenen Klänge verglichen.
FOCHT,
Josef: Neben der Beschreibung der baulichen Merkmale und der geschichtlichen Entwicklung wird vor allem versucht, durch die Messung der Transferfunktion die Unterschiede der Wiener Instrumente zu den übrigen herauszuarbeiten. (Belegexemplar abhanden gekommen).
FISCHER,
Albert: Der erste Teil der Arbeit widmet sich dem Schrifttum zum Vibrato über einen Zeitraum von fast 400 Jahren. Den Abschluß bildet ein Vergleich der wichtigsten Definitionen, angefangen von M. Agricola bis hin zu Werner Hauck. Der zweite Teil zeigt die "akustische Gestalt" des Vibratos, teilweise in 3-dimensionaler Darstellung. Dem Analyseteil kann der unterschiedlich starke Beitrag der beiden Komponenten "Lautstärke" und "Tonhöhe" zum Fingervibrato, Hand- und Armvibrato entnommen werden.
OSSMANN,
Thomas: Die Arbeit gibt eine vollständige Beschreibung des ersten Prototyps von BIAS. Dabei wird die Anregung des Instrumentes mit analogen, vom PC gesteuerten Geräten durchgeführt. Die Meßdaten werden über eine Datenerfassungskarte in den PC eingelesen und ausgewertet. Die Software und das User-Interface sind in der Hochsprache ASYST geschrieben.
LOCKER,
Ernst: Der Flügel wird künstlich angeschlagen und gleichzeitig der abgestrahlte Klang im Nah- und Fernfeld aufgenommen und analysiert. Darüberhinaus wird an verschiedenen Punkten des Resonanzbodens mittels Beschleunigungsaufnehmer die Schwingung gemessen. Ausführliche Beschreibung zur Entwicklung und Bauform des Instrumentes. Dokumentation des Ausklingverhaltens aller spielbaren Töne. Analysen mangels entsprechender Geräteausstattung nicht sonderlich aussagekräftig.
SCHÜRZ,
Paul: Ein Fagottrohr wird in 11 Arbeitsgängen "spielfertig" gemacht. Nach jedem Arbeitsgang werden folgende Untersuchungen durchgeführt: Klanganalyse von pianissimo und fortissimo gespielten Einzel-Tönen, von typischen staccatto-Passagen und "heiklen" Bindungen aus der Literatur, sowie eine Untersuchung des Einschwingvorganges inklusive der Entwicklung der ersten sechs Teiltöne über die Zeit und das Spektrum des Triple Crow. Seriös gemachte Dokumentation der Veränderungen während der einzelnen Arbeitsgänge.
ROHRER,
Rudolf: Nach einer Beschreibung der unterschiedlichen Bauformen und Maße von Flügelhorn und Trompete, sowie von historischen und modernen Besetzungsstärken der Blasorchester, werden die klanglichen Besonderheiten anhand von gespielten Einzeltönen, die einer Melodie entnommen sind, aufgezeigt. Anschließend werden Ausschnitte aus dem Marsch: "O Du mein Österreich", gespielt von einem Blasorchester, analysiert, wobei einmal die volle Flügelhornbesetzung gegeben war, beim zweiten Beispiel alle Flügelhörner mit Trompetenmundstücken gespielt wurden und beim dritten Klangbeispiel das gesamte Flügelhornregister durch Trompeten ersetzt wurde. Anhand der unterschiedlichen Hüllkurven des Blasorchesterspektrums wird sehr anschaulich die Abhängigkeit des Orchesterklanges von der Besetzung des Registers mit Flügelhörner oder Trompeten gezeigt.
ANDRASCHEK,
Siegfried: Nach einer kurzen Übersicht über Entwicklung und Bauform der Poaunen folgt ein Vergleich zwischen einem modernen und einem barocken Instrument. Gezeigt werden der unterschiedlich abgegebene Schallpegel über die Frequenz (bei künstlicher Anregung) und Unterschiede im Klangspektrum.
SCHINDLER,
Günter: Nach einem kurzen historischen Überblick über die Entwicklung der Tuba, insbesondere der Wiener Instrumente, werden anhand von Eingangsimpedanzmessungen die akustischen Eigenschaften eines Instrumentes von Daniel Fuchs dokumentiert. Klanganalysen der vom Autor gespielten Töne runden die Dokumentation ab.
WENTH,
Heinrich: Zwei Tenorposaunen (Lätzsch, Yamaha) werden mit verschiedenen Mundstücken und Mundrohren gemessen. Mittels Eingangsimpedanzmessung wird der Einfluß auf die Intonation untersucht, mit Hilfe des "künstlichen Bläsers" Unterschiede im Klangspektrum aufgezeigt.
SCHÜTZ,
Iris: Betrachtung eines Blasinstrumentes und seiner Einzelteile aus mathematischer Sicht: ausgehend von den Wellengleichungen, über Schwingungen in Rohren und der Eingangsimpedanz solcher Rohre über die Frequenz, bis hin zu Überlegungen über die Auswirkung auf die Spieltechnik, wird im wesentlichen eine Zusammenfassung des Wissensstandes zu dieser Zeit geboten.
last update: 17.10.2008 |